Donnerstag, 17. August 2017

Rezension zu "Die Bestimmung des Bösen" von Julia Corbin

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 5/5
Seiten: 412
Verlag:Diana
Preis:  9,99€
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Inhalt:
„Schließ die Augen und zähl bis hundert.“ Dies sind die letzten Worte, die Alexis von ihrem Vater hört. Kurz darauf sind ihre Eltern tot, und das kleine Mädchen bleibt als Waise zurück, verfolgt von traumatischen Erinnerungen.

Dreiundzwanzig Jahre später ist Alexis Hall Kommissarin bei der Mannheimer Kripo. Die wahren Gründe, warum sie zur Polizei ging, kennt niemand. Als mehrere brutal entstellte Frauenleichen in einem Wald entdeckt werden und sie die Ermittlungen leiten soll, holt sie ihre Vergangenheit ein. Denn die weißen Anemonen, mit denen die Toten geschmückt sind, kennt Alexis nur zu gut - aus ihrer Kindheit …


Meine Meinung:
Dieses Buch ist mit Abstand eines der besten, das ich jemals gelesen habe!
Das Cover ist relativ unscheinbar -  mit ein Grund, warum dieser Thriller relativ lange auf meinem SuB warten musste. Ich wusste, dass es sehr gut sein soll, aber schon oft wurde ich darauf hin bitter enttäuscht.
Als ich aber zu lesen begann, war ich sofort gefesselt. Die Geschichte fängt unglaublich spannend mit der Vergangenheit von Alexis Hall an, und geht mit der grausamen gegenwärtigen Situation eines der Opfer weiter. Somit wird man sofort in's kalte Wasser geschmissen; es gibt keine Vorstellung der Figuren oder sonstiges Einstiegsgelabere, sondern es geht sofort los. Meiner Meinung nach sollte das bei jedem Thriller so sein.
Man lernt Alexis sehr schnell sehr gut kennen - und leidet im Laufe der Handlung mit ihr. Ich konnte mich teilweise nahtlos in sie hineinversetzen und die Geschichte hautnah miterleben. Auch die restlichen Charaktere waren sehr authentisch, auch wenn sie bis auf Karen (der Kriminalbiologin - was für ein Beruf!) und Alexis nicht groß ausgeführt werden. 
Was bei mir wohl am allermeisten punkten konnte, war der große biologische Anteil in diesem Thriller. Da die Autorin selbst Biologin und eine der Figuren Kriminalbiologin ist, wurde hier unglaublich viel Biologie mit eingebaut sowie sehr ausführlich erklärt. Das ein oder andere Mal musste ich schmunzeln, wenn manche Vorgänge wie zum Beispiel die Replikation der DNA erläutert wurden, da ich mich sofort an meine Bio-Abivorbereitung erinnert fühlte, die ja gerade mal 3 Monate zurück liegt. Für Biologie-Interessierte und -Faszinierte wie mich kann ich dieses Buch nur empfehlen. 
Der Schreibstil war meiner Meinung nach ebenso perfekt wie der Rest des Buches. Durch die detailreiche Beschreibung (mal abgesehen von längeren Bio-Erläuterungen) fühlt man sich direkt in das Geschehen hineinversetzt; es war mehr wie 3D-Kino als wie Lesen. Ich bin mal gespannt, wie ich die nächsten Nächte schlafen werde, nun, da einige minimal gruselige Gestalten auf meine Hirnhaut gebrannt wurden!
Fazit: Julia Corbin, Ihnen ist hiermit ein absolutes Meisterwerk geglückt. Ich habe es, trotz Zeitmangel, innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, jeden Moment mit Alexis mit gelitten und dabei meine Nagelhaut wund gekaut. Ich freue mich auf den nächsten Teil (und den übernächsten, und den überübernächsten, ...) und kann dieses Buch an alle (insbesondere an Bio-Interessierte) absolut weiterempfehlen! 

Mittwoch, 16. August 2017

Rezension zu "Sag kein Wort" von Raphael Montes

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 3/5
Seiten: 311
Verlag: Limes
Preis:   19,99€
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Inhalt:
Téo Avelar ist Einzelgänger und ein Medizinstudent, der sich im Seziersaal der Medizinischen Fakultät am wohlsten fühlt . Echte menschliche Gefühle bringt er nur für seine dortigen Studienobjekte auf – bis er Clarice begegnet, einem Partygirl aus gutem Hause. Vom ersten Moment an ist Téo überzeugt, dass Clarice die Frau seines Lebens ist. Er beginnt, sie zu verfolgen und zu beobachten, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn zur Rede stellt und unmissverständlich deutlich macht, dass sie nichts von ihm wissen will, schlägt Téo sie bewusstlos und entführt sie in ein entlegenes Hotel in den Bergen. Was nun folgt, sind aus Téos Sicht tatsächlich perfekte Tage. Dass er Clarice fesseln und knebeln muss, sobald er sie allein lässt, liegt schließlich nur daran, dass sie so widerspenstig und unvernünftig ist.

Meine Meinung:
Da dieses Buch so angehimmelt wird, hatte ich ziemlich hohe Erwartungen. Die Story, soweit bekannt, hat ja auch durchaus Potential. Was mich dann aber erwartete, war ein völlig kranker Medizinstudent, der zu noch kränkeren Mitteln greift um die Frau, die er liebt, zu seiner zu machen.
Anfangs hat man noch ein wenig Mitleid mit Téo. Er hat sich zum ersten Mal verliebt und versucht verzweifelt, Clarice von sich zu überzeugen. Aus seiner Verzweiflung heraus wird jedoch der Psychopath in ihm verstärkt. Er entführt seine Geliebte, betäubt und fesselt sie wieder und wieder. Die Handlung ist einfach nur...krank. Mir fällt kein anderes Wort zur Beschreibung ein.
An sich ist es in der Tat ein ziemlich spannender Thriller. Durchhänger gab es keine. Und genau hier liegt mein zweites Problem: Ein Höhepunkt folgt dem nächsten, es gibt kaum noch Verschnaufpausen. Das führte dazu dass ich beim nächsten irgendwann nur noch die Augen verdrehen und "war ja klar" murmeln konnte. 
Der Schreibstil ist ganz angenehm zu lesen, jedoch fand ich es wieder etwas nervig, dass beinahe jedes Kapitel mit einem Cliffhanger endete. Ab und zu gerne, aber doch nicht JEDES MAL!
Fazit: Wer auf kranke, absolut unrealistische und aus der Nase gezogene Thriller steht, darf und soll dieses Buch gerne lesen. Für Leute wie mich, die eher gerne etwas tiefgründigeres lesen, gibt es deutlich bessere Lektüren. Aber spannend war dieses Buch allemal. Und zwar alle 10 Seiten auf's neue.

Dienstag, 15. August 2017

Rezension zu "Good As Gone" von Amy Gentry

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 3/5
Seiten: 317
Verlag: C. Bertelsmann
Preis:    12,99€
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Inhalt:
Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …




Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch schon länger bei mir rumliegen und habe bisher immer einen Bogen darum gemacht, da es oftmals als ziemlich schlecht verpöhnt wird. Ich muss sagen, dass es mir, obwohl ich mit einer ziemlich negativen Einstellung rangegangen bin, eigentlich garnicht so schlecht gefallen hat.
Die Geschichte ist mal was ganz anderes: Sie spielt 8 Jahre nach dem Verschwinden der 13-jährigen Julie, und auf einmal taucht sie wieder auf. Natürlich ist jeder glücklich, doch Mama Anna plagen immer mehr Zweifel, ob das wirklich ihre Tochter ist, die sie da aufgenommen haben, oder ob Julie doch schon lange tot ist. Die Gefühle werden sehr realitätsnah geschildert, über Verwirrung bis hin zum Glück und schließlich die Zweifel. Was ich jedoch sehr vermisst habe ist die Liebe. Weder in den Passagen, die aus der Vergangenheit erzählt werden, noch in der Gegenwart bekommt man wirklich was von der Liebe zu ihren Töchtern mit. Sie erscheint mir eher ziemlich roboterartig, kaum zu Gefühlen in der Lage.
Nicht nur Anna, sondern auch Jane und Julie kamen mir sehr kalt vor. Diese Charaktere hätten noch ein bisschen weiter ausgearbeitet werden müssen, ein bisschen mehr Tiefe hätte nicht geschadet.
Was ich als sehr verwirrend empfunden habe, waren die vielen Namen, aus deren Sicht im Laufe des Buches erzählt wurde. Ich hatte zwar von Anfang an die Richtige Ahnung diesebetreffend, aber konnte es nicht komplett kombinieren, kann es immernoch nicht.
Der Schreibstil an sich war relativ normal und hat mich nicht weiter gestört, allerdings fand ich die zum Teil langen Passagen ohne wörtliche Rede sehr anstrengend zu lesen. Hier hat die Spannung, an der es eh schon gemangelt hat, noch weiter abgebaut.
Fazit: Good As Gone war für mich zwar kein Highlight, aber auch nicht annähernd so schlecht wie andere es befunden haben. Ich bereue es nicht, es gelesen zu haben, hätte anderenfalls aber auch nichts verpasst.

Montag, 14. August 2017

Rezension zu "Mädchentod" von Julia Heaberlin

Quelle: randomhouse.de
Sterne:  4/5
Seiten:  440
Verlag: Goldmann
Preis:    9,99€
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Inhalt:

Kurz vor ihrem 17. Geburtstag wurde Tessa Cartwright halb begraben auf einem Feld in Texas gefunden – inmitten menschlicher Gebeine, kaum am Leben und ohne Erinnerung an ihre Entführung. Als einzige Überlebende eines Serienkillers gelangte sie zu zweifelhaftem Ruhm. Ihr Peiniger wurde schließlich gefasst. Knapp zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen – doch plötzlich erhält Tessa verstörende Nachrichten. Nachrichten, die nur vom Täter kommen können. Sitzt ein Unschuldiger in Haft? Will der Mörder sein Werk vollenden? Tessa muss die Wahrheit finden – und schneller sein als der Killer.



Meine Meinung:

Dieses Buch ist mir vor Allem durch das Cover aufgefallen: Zu den vielen, dunkel gestalteten Thrillern stellt Mädchentod einen starken Kontrast dar. Leuchtend gelb und mit Blumen gestaltet wäre es, ohne den morbiden Titel, auch gut und gerne ein Liebes- oder Lebensroman.
Aber nicht nur das Cover, sondern auch der Inhalt konnte bei mir punkten.
Die Geschichte ist in zwei Teile untergliedert: Abwechselnd erzählen die 17-jährige Tessie in ihren Therapiesitzungen 1995 und die Mitte 30-jährige, in der Gegenwart angesiedelte Tessa. Während es in der Vergangenheit hauptsächlich um die damalige Entführung geht, wird in der Gegenwart von den aktuellen Problemen erzählt: Tessa bekommt seltsame Nachrichten, die eigentlich nur vom Täter stammen können - aber der sitzt seit beinahe 20 Jahren im Todestrakt. Die zwei Handlungsstränge verweben sich allmählich zu einem, und man kommt den Geheimnissen immer mehr auf die Spur.
Was mir hierbei sehr gut gefallen hat, ist, dass sehr genau dargestellt wird, wie Tessa auch beinahe 20 Jahre nach ihrer Entführung mit dem Trauma zu kämpfen hat. In zu vielen Thrillern wird das als eine abgestempelte Zeit betrachtet, die Charaktere als unantastbare Helden dargestellt, die die schwierige Zeit und die Alpträume längst überwunden haben und nun die Retter der Gegenwart sind. Ich kann mir nur schwer bis gar nicht vorstellen, dass das in einem solchen Fall jemals der Realität entspricht. Hier sieht man, wie Tessa weiterhin mit Alpträumen und Paranoia kämpft, regelmäßig Todesängste um ihre Tochter durchleidet und sich immer wieder zusammenreißen muss, um nicht völlig verrückt zu erscheinen.
Der Schreibstil war sehr locker und einfach zu lesen, nur leider sind mir ziemlich viele Rechtschreibfehler aufgefallen. Bedauerlicherweise kann ich hier nicht, wie die meisten Leser, einfach darüber hinwegschauen, sodass es hierfür einen halben Stern Abzug gibt. Der zweite halbe Stern fehlt ganz einfach aus dem Grund, dass Mädchentod zwar gut, aber nicht ganz vergleichbar mit anderen 4,5 bzw. 5-Sterne Büchern.
Fazit: Eine sehr spannende, realistisch erzählte Geschichte, die ich wärmstens empfehlen kann. Den Vergleich zu Gone Girl von The Washington Post kann ich allerdings nicht nachvollziehen.

Mittwoch, 9. August 2017

Rezension zu "Der Beobachter" von Charlotte Link

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 2/5
Seiten: 652
Verlag: blanvalet
Preis:   9,99€

Inhalt:
Er beobachtet das Leben wildfremder Frauen. Träumt sich an ihre Seite, in ihren Alltag. Identifiziert sich mit ihnen und will alles von ihnen wissen. Als Beobachter. Auf der Flucht vor seinem eigenen Dasein, das aus Misserfolgen besteht. Nur aus der Ferne liebt er die schöne Gillian Ward. Die beruflich erfolgreiche Frau, glücklich verheiratet, Mutter einer reizenden Tochter, wird von ihm über die Maßen idealisiert. Bis er zu seinem Entsetzen erkennt, dass er auf eine Fassade hereingefallen ist. Denn nichts ist so, wie es scheint. Gleichzeitig schreckt eine Mordserie die Menschen in London auf. Die Opfer: alleinstehende Frauen. Auf eine rachsüchtige, sadistische Weise umgebracht. Die Polizei sucht einen Psychopathen. Einen Mann, der Frauen hasst.

Meine Meinung
Der Beobachter war bereits mein drittes Buch von Charlotte Link. Die Rezensionen der beiden anderen sind auch auf diesem Blog zu finden. Bisher war ich sehr gnädig was die Bewertung anging: Ich quälte mich jedes Mal durch die erste Hälfte des Buches, die zweite ging dann meistens. So kamen dann auch die 3 bzw. 4 Sterne zusammen. Bei diesem Roman jedoch wurde und wurde es nicht besser. Ich bin mehrmals beim Lesen eingeschlafen und musste mich regelrecht dazu zwingen, es nicht abzubrechen. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich wahrscheinlich nicht mehr als 200 Seiten gelesen. Die Geschichte war von Anfang an abstrus, es wurde bei der Polizei auf Zusammenhänge gesetzt, wo es nicht einen Indikator gegeben hat, dass es zusammengehört. SPOILER Warum sollte man in London, einer großen Stadt mit sicherlich nicht wenig Morden, fest darauf bauen dass zwei erstickte ältere Frauen mit einem erschossenen Mann in seinen Vierzigern zusammenhängen? Anstatt dass man sich überlegt, ob es vielleicht einen weiteren Mörder geben könnte, rätselt man seitenlang, warum der Täter seinen MO und sein Motiv ändert. SPOILER ENDE Nicht nur über die Zusammengehörigkeit der Morde, sondern auch über deren Motiv wird wild spekuliert. SPOILER  Nur weil zwei alte Damen gewaltsam gestorben sind, muss das noch lange nicht heißen, dass der Täter einen allgemeinen Hass auf Frauen hat. SPOILER ENDE Wäre dieses absolut inkompetente Team in der Realität dafür verantwortlich, Verbrechen aufzuklären und weitere Morde vorzubeugen, wären wir alle hoffnungslos verloren. 
Was die anderen Bücher noch retten konnte, hat hier auch versagt: Das Ende war vielleicht ein bisschen spannender, aber die Auflösung absoluter Schmarrn. Es kam mir alles aus der Nase gezogen vor, wirkliche Motive lassen sich zwar entdecken, sind aber unglaublich schlecht verwirklicht. Hier konnte ich nich mal mehr einen weiteren Stern für das Ende vergeben.
Für das Buch spricht allerhöchstens noch der Schreibstil, der relativ angenehm lesbar war, und auch beim Überfliegen (was bei mir ziemlich oft vorkam) noch gut verständlich war. 

Fazit: Ein langweiliges, schlecht durchdachtes Buch ohne jegliche Spannung, das aber im Vergleich zu 1-Stern-Büchern doch einen Ticken besser war und sich mit dem Schreibstil noch einen halben weiteren, und somit insgesamt 2 Sterne sichern konnte.

Montag, 31. Juli 2017

Mein Lesemonat Juli 2017

Im Juli war ich trotz (oder gerade wegen) einer Woche Urlaub mal wieder sehr erfolgreich! Insgesamt habe ich 7 Bücher gelesen, eines davon leider abgebrochen. Ansonsten sehr viele 4-5 Sterner! :)


  • Die Seelenfischer (Hanni Münzer): Der Anfang dieses Buches war zT relativ schleppend, aber es hat danach an Fahrt aufgenommen und mir im Nachhinein doch sehr gut gefallen! Genaueres könnt ihr hier nachlesen.
  • Danach folgte Das Mädchen aus Brooklyn von Guillaume Musso. Normalerweise mache ich meistens einen grooooßen Bogen um gehypte Bücher, da die Erfahrung zeigt, dass sie mich oftmals enttäuschen. Hier war das Gott sei Dank anders! Warum ich Musso in meinem Bücherregal nicht mehr missen will, erfahrt ihr hier.
  • Im Urlaub hatte ich nur die zwei oben genannten Bücher dabei, sodass ich mir eines der Bücher in unserem Zimmer ausgeliehen habe, und natürlich dortgelassen habe. Deshalb ist Postcard Killers von James Patterson nicht auf diesem Bild. Gefallen hat es mir trotzdem, und insgesamt 4/5 Sternen abgesahnt.
  • Loveletters to the dead von Ava Dellaira ist eine dieser Enttäuschungen. Dieses Buch hat so vielen so gut gefallen, ich fand es allerdings sterbenslangweilig und kitschig und habe es nach ca. 100 Seiten abgebrochen. Da es ein E-Book war (Gott sei Dank habe ich nicht mehr Geld dafür ausgegeben) ist es nicht auf diesem Bild. Logischer Weise ist das mein Monatsflop gewesen.
  • In einem riesigen Buchladen in Aachen habe ich mir auf dem Heimweg Ich bin die Nacht von Ethan Cross gekauft. Es war zwar wirklich brutal und krank, hat mir aber trotzdem total gut gefallen und bekommt von mir 4,5/5 Sterne.
  • Das Porzellanmädchen stand bei mir als riesiger Max Bentow Fan ganz oben auf dem SuB. Ich wurde nicht enttäuscht, und es stellt mein Monatshighlight dar. Warum, könnt ihr in der Rezension nachlesen.
  • Mit einer Lesefreundin zusammen habe ich Todesschrei von Karen Rose gelesen. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht, es bekam 4,5/5 Sterne.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Rezension zu "Der letzte Befehl" von Lee Child

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 4,5/5
Seiten: 448
Verlag: blanvalet
Preis:   19,99€
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Inhalt:
Der Einsatzbefehl für den Militärpolizisten Jack Reacher ist eindeutig: Er soll verdeckt und ohne offizielle Unterstützung den Mord an einer jungen Frau aufklären – und anschließend, falls nötig, seine Ergebnisse vertuschen! Denn der Hauptverdächtige ist ein hoch dekorierter Offizier, der gerade von einer geheimen Mission zurückgekehrt ist, und – schlimmer noch – der Sohn eines Senators. Reacher soll niemanden auf die Zehen treten und verhindern, dass die Presse den Fall aufbauscht. Doch was er entdeckt, lässt ihn an der Rechtmäßigkeit seines Auftrags zweifeln – und macht aus Reacher einen Mann, den man fürchten muss.

Meine Meinung:
Mal wieder keine Enttäuschung von Lee Child!
Der letzte Befehl ist, wie fast alle anderen Child Bücher, von Anfang bis Ende spannend. Es gibt einige Wendungen, natürlich auch eine Affäre und viele Verdächtige....
Jack wäre nich Jack Reacher wenn er nicht seine eigenen Ermittlungsmethoden anwenden würde und teilweise unkonventionelle Wege geht. Auch hier wird wieder für viel Spannung gesorgt.
Die Story bleibt bis zum Ende spannend, und es gibt einige Wendungen die immer wieder zu neuen und alten Verdächtigen führen.
Reacher selbst ist ja auch aus den vorherigen Büchern bekannt, allerdings haben von den anderen typischen Charakteren sonst keine wirklich mitgespielt, wobei ich sagen muss, dass mich das nicht gestört hat. Da Jack ja sowieso immer die Hauptrolle gespielt hat, rollt die Geschichte auch ohne den Rest. Mit seinen umstrittenen Handlungen sorgt er alleine für Unterhaltung.
Der Schreibstil von Lee Child ist, wie schon gewohnt, spannungsgeladen und entspannt zu lesen.
Fazit: wie immer sehr empfehlenswert für Jack Reacher Fans!

Freitag, 21. Juli 2017

Rezension zu "Das Porzellanmädchen" von Max Bentow

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 5/5
Seiten: 382
Verlag: Goldmann
Preis:    15,00€
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Inhalt:
Luna Moor ist eine gefeierte junge Autorin auf dem Gipfel ihres Erfolgs. Keine schreibt so packend und mitreißend wie sie über die Abgründe der menschlichen Seele, und ihre Bücher gehen unter die Haut. Niemand ahnt, dass Luna selbst als junges Mädchen in die Hände eines Wahnsinnigen fiel und ihm nur knapp entkam. Seither quält sie die Erinnerung an den Täter, und eines Tages fasst sie den kühnen Entschluss, an den Ort ihres Martyriums zurückzukehren. Sie will eintauchen in die bedrohliche Atmosphäre des einsam gelegenen Hauses, in dem sie einst gefangen war, und versuchen zu verstehen, was damals geschah. Gemeinsam mit Leon, dem Sohn einer Freundin, richtet sie sich ein in dem verlassenen Haus im Wald. Sehr schnell muss sie jedoch erkennen, dass sie in einen Albtraum geraten ist, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Aber ist Luna wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein?

Meine Meinung:
Vor circa zwei Jahren hat mich das Max Bentow Fieber gepackt, und seither nicht losgelassen. Somit war natürlich, als ich sah, dass ein neues Buch rauskommt, klar, dass ich es lesen muss!
Meine Ansprüche waren hoch, keine Frage. Mittlerweile gehört Bentow zu meinen Lieblingsautoren, und mit jedem nahezu perfekten Buch, das rauskommt, steigen die Erwartungen.
Doch dieser Einzelband ohne den sonst ermittelnden Nils Trojan war nicht nahezu perfekt. Er war perfekt. Ich habe wirklich nach einem Kritikpunkt gesucht, aber außer, dass dieser Psychothriller Horrorelement enthält, ist mir nichts eingefallen, und das habe ich nicht annähernd als Mangel angesehen. Ich bin nun wirklich kein Horrorfan, aber in diesem Buch wurden sie so nahtlos eingearbeitet, sodass sie mich nicht im Geringsten gestört haben. Das hat hier nichts mit Übernatürlichem oder Ähnlichem zu tun, sondern ist eher eine Art offene Frage danach, wie es um die mentale Gesundheit der Charaktere beschert ist. 
Auf den ersten Seiten wird man sofort ins kalte Wasser der Handlung geschmissen, als von der Entführung und dem Missbrauch eines 16-jährigen Mädchens erzählt wird. Nach ihrem Beinahe-Tod wird man knapp über 10 Jahre weiter in der Zeit geschmissen, aber eine Verschnaufpause gibt es auch hier nicht. Entspannen kann man sich nach Beenden des Buches, geschweige denn, man kann sich noch entspannen... Ich habe meine Puppe unmittelbar nach Ende der Geschichte schon etwas schräg angeschaut, sehr aufmerksam, um sicherzugehen, dass sie nicht doch blinzelt oder zwinkert...
Ein Ereignis folgt hier auf das nächste, und man entdeckt immer mehr über die Charaktere, insbesondere Luna Moor.  Sehr gelungen finde ich hier das eingebaute Buch. Das heißt, im Buch "Das Porzellanmädchen" sind Ausschnitte aus "Die Puppe" von Luna Moor, der Protagonistin des ersteren, eingebaut. Diese werden so nahtlos eingefügt, dass es weder holprig erscheint, wie es meiner Meinung nach oft der Fall ist, noch Doppelungen gibt.
Die Charaktere, vor allem Luna, sind ein bisschen eigen. Man lernt sie als die schüchterne, in sich gekehrte und dadurch auch ein wenig unhöfliche 29-Jährige kennen, doch im Laufe des Buches entwickelt sie sich im positiven Sinne. Im Gegensatz zu anderen Lesern finde ich das alles andere als unrealistisch; ich denke, das kommt einfach durch die Verarbeitung ihres Kinderheitstraumas, das sie vorher so stark geprägt hat. Wen ich nicht leiden konnte war Anna, Lunas Freundin. SPOILER Erst zwingt sie Luna ihren Sohn auf, welche sie mehrfach warnt, dass es ihm nicht gut tun könnte, und am Ende ist sie sauer auf sie, weil es ihm tatsächlich nicht gut tat?! Hätte sie Luna von Anfang an nicht so bedrängt, wäre Leon nie in die ganze  Sache hinein gezogen worden. Und ihr Kind steht bei ihr auch eindeutig nicht im Vordergrund. SPOILER ENDE 
Der Schreibstil ist, wie von Bentow gewöhnt, einfach zu lesen, allerdings sind die Worte sorgsam gewählt, so dass sie auch eine langweilige Handlung spannend gestalten würden.
Fazit: Ich hatte von Bentow nicht weniger erwartet, aber dieses Buch war der absolute Hammer. Von der Handlung über die Gestaltung bis zu den tiefgründigen Charakteren, in diesem Psychothriller mangelt es an nichts. Max Bentow übertrifft sich jedes Mal auf's Neue!

Mittwoch, 12. Juli 2017

Rezension zu Das Mädchen aus Brooklyn von Guillaume Musso

Quelle: piper.de
Sterne: 5/5
Seiten: 480
Verlag: Pendo
Preis: 16,99€
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Inhalt:
"Stell dir vor, ich hätte etwas Schreckliches getan. Würdest du mich trotzdem lieben?"
Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt.


Meine Meinung:
Auch wenn ich normalerweise versuche, Abstand von gehypten Büchern zu nehmem, hat mich hier der Klappentext neugierig gemacht. Ich bin Fan von Büchern wie Gone Girl oder Girl on the Train, wo man denkt, Leute zu kennen, und sie sich dann aber als jemamd ganz anderer herausstellen. Und so war es ja auch hier.
Auch wenn das Buch letztendlich nicht wirklich was mit den oben genannten Thrillern gemeinsam hatte, war es doch gleichermaßen spannungsgeladen und fesselnd. 
Sehr emotional erzählt Musso die Geschichte von Raphaël, Anna, und vielen weiteren Charakteren. Immer mehr Geheimnisse werden aufgedeckt, die Geschichte wird immer komplizierter und verschachtelter, aber bleibt dennoch übersichtlich.
Relativ kurze Kapitel bieten immerwieder die Möglichkeit, das Lesezeichen reinzusetzen und schlafen zu gehen, aber meist war der weitere Verlauf des Romans doch wichtiger als der Schlaf. 
Der Schreibstil ist sehr einfach, aber trotzdem nicht primitiv. Die Geschichte wird sehr detailliert und mit vielen Eindrücken beschrieben, sodass das Kopfkino kein Ende findet.
Dass ein anderer Mann anstelle von Donald Trump als Präsidentschaftskandidat der Republikaner gewählt wird, bleibt leider nur Fiktion des Buches, wobei sich natürlich die Frage stellt, ob SPOILER ein machtgeiler Mehrfachmörder SPOILER ENDE so viel besser als der jetzige Präsident der Vereinigten Staaten wäre. 

Fazit: Das Mädchen aus Brooklyn ist ein nicht umsonst gehyptes Buch, das mit einer dramatischen, spannenden Geschichte bei mir punkten konnte. Es war zwar mein erstes, aber definitiv nicht letztes Buch von Guillaume Musso, und ist eine eindeutliche Leseempfehlung von mir!

Sonntag, 9. Juli 2017

Rezension zu "Die Seelenfischer" von Hanni Münzer

Quelle: piper.de
Sterne: 4/5
Seiten: 430
Verlag: Piper
Preis:    9,99€
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Inhalt:
NÜRNBERG: Renovierungsarbeiten in einer alten Villa fördern einen sensationellen Fund zutage. Er ruft den Bischof von Bamberg auf den Plan. Kurz darauf reist der Bischof nach Rom. Einen Tag nach seiner Rückkehr wird er bestialisch ermordet aufgefunden.
ROM, drei Monate später: Der junge Jesuit Lukas wird zum Generaloberen des Ordens zitiert. Der erteilt ihm einen geheimen Auftrag. Noch bevor Lukas diesen ausführen kann, geschieht ein weiterer Mord, und er findet sich unvermittelt als Tatverdächtiger wieder. Da taucht plötzlich seine Jugendliebe, die Journalistin Rabea Rosenthal bei ihm auf und bietet ihm ihre Hilfe an. Gemeinsam fliehen sie aus Rom, und es beginnt eine Jagd quer durch Italien. Nicht nur die Polizei, auch der unbekannte Mörder ist den beiden dicht auf den Fersen.
Dann erfährt Lukas, dass seine Zwillingsschwester Lucie spurlos verschwunden ist. Jäh fragt er sich, ob es ein Zufall war, dass Rabea just an jenem Tag in Rom auftauchte, als er zum Generaloberen gerufen wurde. Was weiß Rabea?

Meine Meinung:
Diese Cover von alles Hanni Münzer Thrillern hatten schon lange mein Interesse geweckt, und zahlreiche Rezensionen sind sehr positiv ausgefallen. Nun bekam ich endlich die Chance, den ersten Teil der Seelenfischer Tetralogie zu lesen.
Anfangs werden einige alte Bücher in einer Villa in Nürnberg gefunden, darauf folgt ein Zeitsprung nach Rom, 3 Monate später. Hier stirbt ein Jesuit, und der junge Pater von Stetten wird in die Ereignisse mit hineingezogen. Die Lage spitzt sich für ihn immer weiter zu, und er wird in den Strudel der Handlung gezogen.
Der Zusammenhang zwischen dem ersten Kapitel und dem Rest der Handlung wird erst ganz am Ende klar, auch wenn bekannt ist, dass es einen gibt.
Anfangs war das Buch noch sehr spannend, im weiteren Verlauf wird es jedoch sehr zäh. Das Ende wiederrum war nervenaufreibend.
Der Schreibstil war zwar angenehm zu lesen, allerdings brauchte ich hier vergleichsweise lange für eine Seite. Woran das lag, weiß ich nicht.
Die Handlung ist natürlich sehr stark auf die Religion, insbesondere die Christliche, gebaut. Stören tut das allerdings nicht, auch wenn man, wie ich auch, nicht wirklich viel über die Kirche weiß. Es wird alles deutlich erklärt, sodass niemand ein Defizit hat. Wer allerdings ein Problem mit der Thematik an sich hat, sollte dieses Buch wohl eher nicht lesen.
Was ich absolut bemerkenswert fand, war das ausführliche Wissen der Autorin über das Christentum, die Bibel und deren Geschichte. Dieses Buch auf Papier zu bringen muss unglaublich viel Recherche, aber auch bereits vorhandenes Wissen vorausgesetzt haben, sonst käme man ja gar nicht erst auf diese Idee. Es war durchaus interessant, so vieles über die Geschichte der Religion zu lernen, auch wenn es mich bisher eher weniger zu diesem Thema gezogen hat.
Allerdings wird hier das Christentum keinesweges verherrlicht: Die beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten Lukas und Rabes, Jesuit und Jüdin, haben eine sehr unterschiedliche Meinung zu dem Thema, und durch deren Häufige Diskussionen entsteht ein objektives Bild der Thematik.

Fazit: Auch wenn dieser Thriller in der Mitte in ein großes Spannungsloch fällt, konnte mich die Handlung überzeugen und die ausführliche und interessante Schilderung und Recherche beeindrucken, sodass es von mir vier von fünf Sterne gibt. Die nächsten Teile werde ich wohl auch lesen.

Samstag, 1. Juli 2017

Mein Lesemonat Juni 2017

Obwohl ich dachte, nach dem Abitur wieder vieeel mehr lesen zu könne, wurden es diesen Monat nur vier Bücher. Eine Entschuldigung habe ich dafür nicht, es hat sich einfach nicht ergeben :D


  • The Girl Before. Sie war wie du, und jetzt ist sie tot (JP Delaney):
    Trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) des Hypes um diesen Thriller musste ich mich da auch mal dran versuchen. Leider konnte mich das Buch nicht so gut überzeugen wie andere Leser. Warum könnt ihr in der verlinkten Rezension nachlesen.
  • Bruderlüge (Kristina Ohlsson)
    Nachdem ich im Mai Schwesterherz gelesen hatte und mit einem offenen Schluss gequält wurde, musste ich natürlich auch Bruderlüge lesen. Ich fand es einen Ticken besser als den ersten Teil, auch hier könnt ihr genaueres in der Rezension nachlesen.
  • Skalpelltanz (Jenny Milewski):
    Dieses Buch hörte sich für mich unglaublich spannend an; aber leider hat es an Spannung sehr gefehlt. Da ich es mit jemand anderem zusammengelesen habe, habe ich 50 Seiten pro Tag gelesen. Ich muss sagen, ich kenne kaum einen anderen Autor, der es schafft, so viele Seiten mit so wenig Handlung zu füllen... Auch die Auflösung war mir zu simpel und nicht wirklich logisch (Ich glaube nicht an Telepathie, zumindest nicht in diesem Ausmaß). Die halbwegs spannende Schlussszene hat zwar den dritten Stern gerade noch so retten können, aber trotzdem war Skalpelltanz mein Monatsflop.
  • That Night, Schuldig für immer (Chevy Stevens):
    Dieses Buch habe ich parallel zu Skalpelltanz gelesen, und von diesem hier war ich absolut begeistert! Es schildert sehr bildhaft und emotional die anscheinend aussichtslose Situation, in der Toni steckt, die Spannung kommt hier definitiv  nicht zu kurz und man fiebert die gesamte Zeit mit. Von mir gibt es hier eine absolute Kaufempfehlung, und es war mit seinen vollen fünf Sternen mein absolutes Monatshighlight!

Dienstag, 20. Juni 2017

Rezension zu Bruderlüge von Kristina Ohlsson

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 4,5/5
Seiten: 445
Verlag: Limes
Preis:   14,99€
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Inhalt:
Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

Meine Meinung:
Die offen gebliebenen Fragen von Schwesterherz wurden in diesem zweiten Teil endlich geklärt. 
Alles in einem hat mir Bruderlüge deutlich besser gefallen als Schwesterherz! Fast hätte es 5 Sterne verdient, aber dazu hat dann doch noch das kleine Etwas gefehlt.
Die Geschichte war spannend, und die aus Schwesterherz bekannten Durchhänger haben hier Gott sei Dank gefehlt. Das Buch schließt nahtlos am ersten Teil an, anfangs folgt eine kurze Zusammenfassung des bereits Geschehenen. Trotzdem empfehle ich den ersten Teil zuerst zu lesen, da man dann einfach viel mehr Einblick bekommt. 
Während es in Teil 1 um Sarah Texas ging, handelt der 2. von ihrem verschwundenen Sohn, den es zu finden gilt.
Die Charaktere sind größtenteils die gleichen wie im Vorgänger, auch wenn sich hier die Gut-und-Böse-Rollenverteilung teilweise verschiebt. Auch wenn man immer wieder neue Theorien entwickelt und Verdächte hat, zeigt sich erst gegen Ende die tatsächliche Auflösung, die man niemals hätte erahnen können. Leider ist diese etwas weit hergeholt und nur durch viele Zufälle ermöglicht, was der Grund ist, warum dieses sehr gelungene Buch keine 5 Sterne bekommt.
Fazit: Der zweite Teil ist deutlich spannender und allgemein besser als der erste, aber trotzdem nicht ganz 5 Sterne wert. Nichtsdestotrotz gibt es von mir eine klare Leseempfehlung! :)

Anmerkung: Vielen Dank an das Bloggerportal und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar :)

Freitag, 16. Juni 2017

Meine Wunschliste


  • AD Garret: Schnittmuster
  • AK Benedikt: Die Eleganz des Tötens
  • Andreas Eschbach: Todesengel
  • Andreas Föhr: Totensonntag
  • Andreas Gruber: 
    • Herzgrab
    • Racheherbst
    • Rachesommer
  • Arnaldur Indriðason: Schattenwege
  • Arne Dahl: 
    • Gier
    • Opferzahl
    • Dunkelziffer
  • Arno Strobel: Das Rachespiel
  • A.S.A. Harrison: Die stille Frau
  • Axel Petermann: Der Profiler
  • Béla Bolten: Aschenputtel tanzt nicht mehr
  • Bernard Minier: 
    • Kindertotenlied
    • Schwarzer Schmetterling
  • Bernhard Stober: Vaters unbekanntes Land
  • Boddker/Bruun: Bevor mir der Tod die Augen schließt
  • Camilla Läckberg:
    • Die Eisprinzessin schläft
    • Der Prediger von Fjällbacka
    • Die Töchter der Kälte
    • Die Totgesagten
    • Engel aus Eis
    • Meerjungfrau
    • Der Leuchtturmwärter
    • Die Engelmacherin
  • Carl-Johan Vallgren: Schattenjunge
  • Cathy Unsworth: Opfer
  • Charlotte Parsons: Du sollst nicht schlafen
  • Chris Carter:
    • Der Vollstrecker
    • Der Knochenbrecher
    • Totenkünstler
  • Christine Féret-Fleury: Dornröschentod
  • Cilla Börjlind: Die Springflut
  • CJ Lyons: Süßes Gift
  • Dan Wells: 
    • Mr Monster
    • Ich bin kein Serienkiller
  • David Heffson: Das Verbrechen
  • Don Winslow: Missing. New York
  • Elisabeth Herrmann: 
    • Der Schneegänger
    • Zeugin der Toten
  • Elizabeth Haynes: Atemnot
  • Em Bailey: Du denkst, du weißt wer ich bin
  • Frank Uhlmann: Brennen sollst du
  • Fred Vargas: Die Nacht des Zorns
  • Freda Wolff: Schwesterlein muss sterben
  • Frederik T.Olsson: Der Code
  • Friedrich Ani: Der namenslose Tag
  • Geoffrey Girard: Verdorbenes Blut
  • Greg Hurwitz: 
    • Oder sie stirbt
    • Flieh um dein Leben
  • Hanni Münzer:
    • Honigtot
    • Marlene
    • Die Seelenfischer
    • Die Akte Rosenthal - Teil 1
    • Die Akte Rosenthal - Teil 2
    • Das Hexenkreuz
  • Hans Koppel: Bedroht
  • Harlan Coben: Wer einmal lügt
  • Inge Löhnig: 
    • Gedenke mein
    • Der Sünde Sold
  • Isabel Allende: Amandas Suche
  • James Oswald: Das Mädchenopfer
  • JD Robb: Ein sündiges Alibi
  • Jerome Delafosse: Schwarze Tränen
  • Jo Nesbo: 
    • Der Sohn
    • Die Larve
    • The Bat
  • Johan Theorin: So bitterkalt
  • John Katzenbach: Der Psychiater
  • Joy Fielding: 
    • Flieh wenn du kannst
    • Nur wenn du mich liebst
    • Sag, dass du mich liebst
    • Schlaf nicht wenn es dunkel wird
  • Judith Merchant: Die Lügen jener Nacht
  • Jussi Adler-Olsen: 
    • Erlösung
    • Erbarmen
  • Jutta Maria Herrmann: Hotline
  • Karen Rose: Todesschuss
  • Karen Sander:
    • Schwesterlein, komm stirb mit mir
    • Wer nicht hören will muss sterben
  • Karin Brynard: Weinende Wasser
  • Karl Olsberg: Das System
  • Katharina Peters: Herztod
  • Kati Hiekkapelto: Kolibri
  • Klara Nordin: Totenleuchten
  • Koethi Zan: Danach
  • Kristina Ohlsson:
    • Aschenputtel
    • Tausendschön
    • Sterntaler
    • Himmelschlüssel
    • Bruderlüge
  • Lars Kepler: 
    • Paganinis Fluch
    • Hypnotiseur
  • Lena Diaz: Sonst brennst du lichterloh
  • Lisa Jackson:
    • Schneewolf
    • Deathkiss
    • Zwillingsbrut
    • Mercy
    • Cry
    • Pain
    • Shiver
    • Der Skorpion
  • Luke Delaney: 
    • Mein bist du
    • Wenn ihre schlaft
  • Marc Dugain: In der Haut des Teufels
  • Marc Raabe: Der Schock
  • Martin Krist: 
    • Wut
    • Gier
    • Trieb
    • Engelsgleich
    • Die Mädchenwiese
    • Kalte Haut
    • Drecksspiel
    • Ruf der Toten
    • Schwester der Toten
    • Macht der Toten
  • Marieke Nijkamp: This is where it ends
  • Marit Reiersgard: Immer, wenn der Schnee fällt
  • Mary Higgins Clark
    • Mein Auge ruht auf dir
    • In der Stunde deines Todes
  • Max Landorff: Die schweigenden Frauen
  • Michael Gerwien: Andechser Tod
  • Michael Kibler: Sterbenszeit
  • Michael Peinkofer: Mordfall
  • Michael Robotham
    • Adrenalin
    • Dein Wille geschehe
    • Todeswunsch
    • Der Schlafmacher
  • Michelle Raven: Crossroads. Ohne Gnade
  • MJ Arlidge: Eene Meene
  • Mo Hayder:
    • Der Vogelmann
    • Die Behandlung
    • Ritualmord
    • Die Puppe
    • Wolf
    • Tokio
    • Die Sekte
    • Atem
  • Nicci French: Schwarzer Mittwoch
  • Olen Steinhauer: Die Spinne
  • Peter Swanson: Die Unbekannte
  • Raimon Weber: Der Kuckucksmörder
  • Richard Laymon: Die Klinge
  • Robert Masello: Eisiges Grab
  • Roberto Constantini: Du bist das Böse
  • Sabine Kornbichler: 
    • Die Todesbotschaft
    • Gefährliche Täuschung
  • Sabine Thiessler
    • Der Kindersammler
    • Hexenkind
    • Nachtprinzessin
  • Samatha Hayes: Aus tiefster Seele
  • Saskia Berwein: Wundmal
  • Sharon Bolton: Dead End
  • Sophie Hannah: Das Schweigen der Kinder
  • Stuart McBride: 
    • Knochensplitter
    • Das 13. Opfer
  • Susanna Mischke: Töte, wenn du kannst
  • Tania Carver:
    • Jäger
    • Stirb, mein Prinz
  • Terry Hayes: Faceless
  • Tess Gerritsen: Heißkalte Angst
  • Tim Weaver: Ohne jede Hoffnung
  • Tony Parsons: Dein finsternes Herz
  • Torkil Damhaug: Feuermann
  • Val McDermid: Eiszeit
  • VM Giambanco: 13 Tage
  • Walter Lucius: Schmetterling im Sturm
  • Wiebke Lorenz: Bald ruhest du auch
  • Wulf Dorn: Kalte Stille
  • Zoran Drvenkar: Still

Dienstag, 6. Juni 2017

Rezension zu "The Girl Before. Sie war wie du . Und jetzt ist sie tot." von JP Delaney

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 3,5/5
Seiten: 398
Verlag: Penguin Verlag
Preis:   13,00€
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Inhalt:
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

Meine Meinung:
Da ich, im Gegensatz zu gefühlt dem Rest der Menschheit, kein Fan von Fitzek bin, hat mich seine Bewertung auf dem Cover ein bisschen abgeschreckt. Aber aufgrund des Hypes um dieses Buch habe ich beschlossen, es doch zu lesen.
Die Geschichte hörte sich sehr interessant und vielverspreched an - mal etwas ganz anderes. Ich ging also ganz enthusiastisch in der Wartezeit nach meiner letzten Abiturprüfung ran, und merkte schon, dass das ein kleiner Kampf werden könnte. Es lag zu diesem Zeitpunkt nicht daran, dass mir die Geschichte nicht gefallen hat. Bis dahin ist ja auch noch nicht viel passiert. Aber ich merkte sofort, dass ich bei diesem Thriller für eine Seite ungefähr doppelt so lange gebraucht habe, wie bei anderen Büchern. Anscheinend taugte mir der Schreibstil nicht wirklich, aber woran genau das lag, kann ich nicht sagen.
Schon der Anfang war ein bisschen zäh zu lesen, und leider hat sich das die nächsten 250 Seiten nicht gelegt. Die Geschichte war weiterhin interessant, aber wirklich getan hat sich nichts.
Erzählt wird in zwei Zeitschienen:  Einmal die Vergangenheit von Emma und dann die Gegenwart erzählt von Jane. Diese zweigleisige Erzählweise macht das ganze zwar einerseits interessanter, aber andererseits zieht sie das Buch nur unnötig in die Länge, da den beiden Frauen eigentlich immer das gleiche passiert, zumindest bis zur Hälfte des Buches. Natürlich leben beide ihr eigenes Leben. sodass nicht zweimal exakt die gleiche Geschichte erzählt wird, aber ihr Zusammenleben mit den Architekten in dem Haus läuft nahezu identisch ab, genauso wie deren Dates. Somit reichte es zumeist, die zweite Hälfte dieser Szene, also die zweitgenannte Perspektive zu überfliegen.
Allerdings wird jeder dieses Problem kennen: Wenn man einmal das Überfliegen angefangen hat, kann man so schnell damit nicht mehr aufhören, vor allem wenn das Buch nicht so wirklich das Wahre ist. So habe ich teilweise wichtige neue Ereignisse verpasst, die ich dann nochmal extra nachlesen musste, da ich ansonsten den weiteren Verlauf nicht hätte nachvollziehen können.
Die letzten 100 Seiten sind sehr ereignisreich, aus naheliegenden Gründen wird irgendwann nur noch aus Janes Sicht erzählt, die so langsam hinter das ganze Mysterium kommt. Hier überschlagen sich die Ereignisse, Erkenntnisse und Vermutungen, sodass man fast bis zum Ende nicht weiß, wer hier jetzt gut oder böse ist und ob es eine gute Idee ist, diese Person in's Haus zu lassen.
Die weiblichen Charaktere haben mir gefallen, sie waren gut ausgearbeitet und tiefgründig, und im Gegensatz zu den männlichen nicht eingebildet, krank im Kopf und einfach nur seltsam. Vor allem mit Edward wurde ich das ganze Buch hindurch nicht warm, und sein Verhalten gegen Ende des Buches hat mich darin nochmal bestätigt.
Fazit: Auch wenn die ersten 300 Seiten relativ zäh sind, ist das Ende dann doch relativ rasant und gut gelungen. Das hat diesen Thriller dann noch von 2,5 auf 3,5 Sterne angehoben.